Carlo Cazals (1948–2022)
1948 – Geboren am 11. April 1948 in Hamburg als Udo Klein.
1960er Jahre
Frühe musikalische und künstlerische Ausbildung. Prägende Förderung durch die Opernsängerin, Dramaturgin und Kunstpädagogin Gertrud Pirsch, die ihn in Gesang, Kunst, Philosophie und Literatur unterrichtete. Beginn einer langjährigen künstlerischen und persönlichen Verbindung.
1964–1966
Erste musikalische Aufnahmen und Studienreisen, unter anderem nach Italien (Rom, Amalfi, Ravello). Frühe öffentliche Auftritte als Sänger.
Ende 1960er Jahre
Freistellung vom Wehrdienst auf Grundlage hochrangiger künstlerischer Fördergutachten, u. a. aus dem Umfeld der Hamburger Staatsoper.
1970er Jahre
Zunehmende Hinwendung zur bildenden Kunst parallel zur musikalischen Tätigkeit. Intensive Auseinandersetzung mit Kunstgeschichte, insbesondere mit der europäischen Malerei der Renaissance, des Expressionismus und der Moderne. Austausch mit etablierten Künstlern und Professoren der Hamburger Kunstszene.
1980er Jahre
Weiterentwicklung einer eigenständigen bildnerischen Sprache jenseits akademischer Lehrmeinungen. Beschäftigung mit dem Bau und der Restaurierung von Streich- und Zupfinstrumenten. Fortgesetzte musikalische Tätigkeit.
Längere Schaffenspause aufgrund der Pflege seiner Mäzenin und Lehrerin Gertrud Pirsch über 10 Jahre.
1994
Tod von Gertrud Pirsch. Offizielle Annahme des Künstlernamens Carlo Cazals.
1990er Jahre
Verstärkte Konzentration auf die bildende Kunst. Übergang von gegenständlichen zu zunehmend abstrakten Arbeiten, ergänzt durch handschriftliche Textfragmente und philosophische Reflexionen. Beteiligung an interdisziplinären Projekten zwischen Musik, Malerei und Performance, z.B. mit der Krautrockgruppe FAUST.
Ab Mitte der 1990er Jahre
Verlagerung des Lebensmittelpunkts nach Mecklenburg-Vorpommern. Leben und Arbeiten in Parchim.
2022
Gestorben 2022 in Parchim, Mecklenburg-Vorpommern.
AUSSTELLUNGEN – eine Auswahl
1984 – Galerie Vesper Hamburg
1988 – 1992 – Dauerausstellung Auktionshaus Kuhlmann und Struck Hamburg
1994 – 1995 – Auktionshaus Schopmann Hamburg
1995 – Burgtheater Ratzeburg
1996 – Lauenburgische Akademie in Mölln
1998 – Galerie „Ebe-Art“ Parchim
1998 – Rathaus Syke bei Bremen und Galerie „Am Friedeholz“
1998 – Haftanstalt Ückermünde
1998 – Altonaer Theater Hamburg
1999 bis 2001 – Ausstellung Hamburgische Kulturstiftung
1999 – Galerie Wannsee Berlin-Wannsee
2000 – Kulturhistorisches Museum Stralsund
2003 – Schloss Gremmelin / MV
2004 – Kunstmesse Salzburg (Dr. Boehner )
2005 – Galerie Dr. Boehner in Mannheim
2006 – Dauerausstellung Schloss Daschow
2007 – Freilichtmuseum Schwerin-Muess
2010 – Städtische Galerie Wismar „Baumhaus“
2015 – Kunsthalle Kühlungsborn
2016 – Ad Art Hamburg bei KSP Rechtsanwälte
2016 – Kulturforum und Skulpturenpark Pampin
2017 – Beteiligung Illustrade Kunsthalle Rostock
2018 – Kunstraum Testorf, zum 70. Geburtstag
2019 – Kunstverein Güstrow
2019 – Ausstellung im „Schabbel“ (Kulturhistorisches Museum) Wismar
2023 – Galerie ebe, Parchim, zum 1. Todestag